Sehr geehrte Damen und Herren!
Am Suchmaschinenmarkt schlagen die Wellen hoch. Neue Projekte
zeigen mit Elan, Innovationsgeist und Polemik bisher unausgeschöpfte
Möglichkeiten der kollaborativen, kontextsensitiven und
semantischen Suche.
Mit dem Projekt Wikiasari
will Wikipedia-Gründer Jimmy Wales eine Open Source Alternative
zu Google etablieren und setzt in alter Manier auf kollaborative
Methoden. Der Aufbau des Indexes erfolgt über die Technologie
Lucene.
Kern des Projektes ist jedoch ein extensives Peer-Review System,
über das die Qualität der einzelnen Webseiten bewertet
werden soll.
Auf automatisierte Kontextextraktion setzt hingegen die Suchmaschine
Hakia.com.
Basierend auf einem proprietären
System bestehend aus natürlichsprachlicher Verarbeitung,
Ontologien und gängigen Page Rank Algorithmen wird der
Kontext einer Anfrage spezifiziert und entsprechende Ergebnisse
präsentiert, die unter anderem die Glaubwürdigkeit
der Quelle berücksichtigen. [1]
Erst vor wenigen Wochen ging auch die französische Suchmaschine
exalead.com
in Deutschland online. [2]
Exalead besticht durch innovative Informationsvisualisierung
und Benutzerführung und bietet unter anderem eine kontextsensitive
Suchuntersützung an.
Neues für die Enterprise-Search kommt hingegen von IBM
und Yahooo unter dem Titel OmniFind Yahoo! Edition (OYE).
Auf Basis des UIMA Frameworks und Lucene steht die Software
seit Mitte Dezember zum Download zur Verfügung und verfügt
über Features wie Synonymsuche, multilinguale Suche und
Rank-Tuning. Laut eines Expertenreviews lassen jedoch Features
wie Advanced Search und History-Funktionen zu Wünschen
übrigen. [3]
Auch das b2b-Portal Reed Business´Search wird seit
kurzem durch Teragrams
multilinguale Natural Language Processing Technologie unterstützt
und sezt auch die Kombination von Semantic Web und Web 2.0
Methoden. [4]
Turbulente Zeiten erlebt hingegen das Suchmaschinenprojekt
Quaero. Nach der erst kürzlich erfolgten Namensänderung
in Theseus [5]
hat sich Deutschland aus dem Deutsch-Französischen Konsortium
zurückgezogen [6]
und arbeitet nun an einem alternativen System auf Basis von
FAST Search
& Tranfer Technologie. [7]
Das neue Projekt trägt den Titel Pharos mit dem strategischen
Schwerpunkt multimediale Suche auf Basis semantischer Technologien.
Dass der Suchmaschinenmarkt noch lange nicht ausgereizt ist,
zeigt auch ein Blick auf die Kapitalflüsse in diesem
Segment. Laut National Venture Capital Association haben Risikokapitalgeber
seit Anfang 2004 nahezu 350 Millionen Dollar in 79 Startups
investiert haben, die alle im Bereich Internetsuchtechnologie
tätig sind. [8]
Mit besten Grüßen,
Ihre Semantic Web School
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