Sehr geehrte Damen und Herren!
Kürzlich hat die EU-Kommission grünes Licht für
das Suchmaschinenprojekt "Theseus"
gegeben. Mit einem Fördervolumen von knapp 180 Mio. Euro
sollen in mehreren Kleinprojekten bis 2012 Basistechniken
und Standards semantischer Technologien zur kommerziellen
Reife geführt werden [1].
Das deutsche Projektkonsortium besteht aus insgesamt 31 Firmen
und Organisationen, darunter SAP, Bertelsmann-Empolis, Siemens,
Thomson, Fraunhofer und DFKI.
Was hierzulande als strukturbildende Maßnahme für
die Stärkung des Software-Standortes Deutschland begrüßt
wird, wird von der US-Presse mit Skepsis verfolgt. Theseus
ist ein politisches Top-Down Projekt [2],
der europäische Google-Killer [3,
4]
und der verzeifelte Versuch der US-Vormachtstellung am Suchmaschinenmarkt
nachzueifern [5].
Theseus ist währenddessen um Richtigstellung bemüht
und betont den komplementären Charakter des Projektes.
Anbieter wie Google würden von Theseus profitieren, heisst
es. Und Google zeigt sich am Semantic Web tatsächlich
interessiert, wie ein aktueller Artikel in der FAZ
belegt. Bleibt zu hoffen, dass der Theseus-Technologie nicht
das selbe Schicksal ereilt wie anno dazumal MP3: die Technologie
wurde zwar in Deutschland entwickelt, kommerziell verwertet
allerdings in den USA.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Semantic Web School
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